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Wenn Reviewer-Bashing in die Hose geht

Es gehört ja eigentlich zum - zweifelhaften - “guten Ton”, über den/die Reviewer zu schimpfen, ihr Entscheidungen zu kritisieren und ihnen mangels kompetentem Hintergrundwissen allerlei Dinge vorzuwerfen. In der vermeintlichen Anonymität des Internets lässt sich ja auch hervorragend lästern und bashen. Who cares…!?

Dumm nur, wenn man - als Cacher selbst noch grün hinter den Ohren - auf dieser Welle mitreiten will und dieser Versuch mangels Vorbereitung gründlich in die Hose geht. Oder liegt’s an der Überdrüssigkeit der Community selbst ob der mantraähnlich wiedergekauten Phrasen, dass das Bashing hier mal so richtig in die Hose ging?

Egal, der Threadverlauf entsprach nicht dem Erwarteten, der Verfasser glänzte trotzig mit undifferenzierter bis uneinsichtiger Haltung und der Admin des Boards - der doch sonst jeden Mist demonstrativ und pseudoliberal offen lässt - war offenbar nur zu gerne bereit, diesen missratenen Versuch des Bashings durch umgehende Threadschließung schnell unter den Teppich zu kehren. Vive l’enfer vert!

Tutorial: Wie logge ich als Member einen PMO-Cache?

Groundspeak bietet auf geocaching.com die Möglichkeit, die eigenen Caches nur für Premium Member einsehbar zu machen. Die Gründe hierfür können vielfältiger Natur sein und jedem Cacher bleibt es selbst überlassen aus welchen Beweggründen er sich dazu entscheidet, die Sichtbarkeit seiner Listings einzuschränken.

Auch unsere Caches sind als PMO gelabelt und somit nur der zahlenden Kundschaft Groundspeaks zugänglich. Wer sich jedoch in eines unserer Logbücher eingetragen hat darf selbstverständlich auch online loggen. Hierfür hat Groundspeak ein Hintertürchen offen gelassen, welches wir in unserem Profil ausführlich beschreiben:

1.) Loggt euch bei geocaching.com ein.
2.) Geht auf www.geocachingadmin.com
3.) Gebt dort den GC-Code des gefundenen Caches im entsprechenden Feld ein und klickt auf “Log”
4.) Verfasst wie gewohnt euren Logeintrag. Fertig.

Viel Spaß also weiterhin bei unseren Caches - auch als “Nicht-PM”… :-)

Give some latitude…

Ich sitze vor meinem Netbook und überlege, was ich wohl am besten in’s Word-Dokument hacken soll. „Stellt euch mal alle nicht so an – niemandem ist ein Schaden entstanden“? Nein, das wäre unpassend, wenngleich die aktuelle Diskussion um eine unglückliche Reviewerentscheidung mitunter in einem seltsamen Stil geführt wird.

Ich hole daher mal ein wenig aus…

Give some latitude…

…das ist ein Ausspruch von Groundspeak, der uns Reviewern Entscheidungsfreiheiten einräumt.  Als Reviewer sind wir die Kontroll- und direkte Entscheidungsinstanz wenn es darum geht ein Listing zuzulassen oder nicht. Hierfür haben wir von Groundspeak die Freiheit eingeräumt bekommen, von den Richtlinien in begründeten Fällen Ausnahmen machen zu können. Wo und wie wir diese Ausnahmen zulassen bleibt jedem Reviewer dabei selbst überlassen, d.h. es gibt keinen festgelegten Rahmen in dem z.B. der Mindestabstand unterschritten oder wie kurzfristig Events freigeschaltet werden dürfen.

Am vergangenen Wochenende nun saßen 25 Cacher im privaten Rahmen beieinander und haben sich gegenseitig bewichtelt. Naturgemäß wurde dabei viel über das gemeinsame Hobby gesprochen, diskutiert und gefachsimpelt. Irgendwann meinte jemand, dass dieses Treffen ja eigentlich ein Event ohne Listing sei und schon war die Idee geboren, aus Jux ein solches zu erstellen. Ich habe mich von der Stimmung anstecken lassen und das Listing schliesslich freigeschaltet  und war eben so dumm, meine Entscheidungsfreiheit größtmöglich auszulegen, womit ich natürlich weit über’s Ziel hinausgeschossen bin.

Ich gebe den Kritikern dieser Entscheidung selbstverständlich Recht und auch wenn die Diskussion von einigen wenigen in einem fragwürdigen Stil geführt wird ändert das nichts an der Tatsache, dass da auch von meiner Seite und in meiner Funktion als Reviewer ganz enorm was schief gelaufen ist.

Hierfür möchte ich mich bei euch Cachern in aller Form entschuldigen; ganz besonders allerdings bei meinen Reviewerkollegen, die durch mein unüberlegtes Handeln nun mit mir in einem schlechten Licht erscheinen.

In diesem Zusammenhang habe ich Groundspeak meinen Rücktritt angeboten. Dieser Rücktritt wurde abgelehnt; allerdings nicht ohne mich auch mit erhobenem Finger erneut daran zu erinnern, dass wir in unserer Funktion als Reviewer für die Community eine ganz besondere Position einnehmen und die uns eingeräumten Möglichkeiten und Privilegien nicht zu unserem persönlichen Vorteil (aus)genutzt werden sollen.

Ich bin zuversichtlich, dass meine Worte bei euch auf ein offenes Ohr stoßen werden und auch, dass die am Entstehen des Eventlistings beteiligten Personen aus den Reaktionen ihre Erfahrungen und Lehren ziehen werden.

Thorsten